In Gedenken an Karl Dankert

Weil´s mitten unter uns passiert, ned irgendwo!

Wir lernten Karl Dankert vor nunmehr 12 Jahren kennen. Es erging uns wie so vielen anderen auch, die Ihn kennen lernen durften: Aus einer rein geschäftlichen Unterhaltung wurde rasch eine Freundschaft.

Auch wir konnten uns seinem freundlichen Wesen und seiner stets fröhlichen Art nicht entziehen. Wir hätten es allerdings auch niemals versucht.

Zu dieser Zeit betrieben wir ein Ladengeschäft in der Nähe des Hochvogelplatzes, wo auch Karl Dankert lebte. Heute wie damals kennen die Menschen in diesem Viertel einander noch und achten aufeinander, die Anonymität und der Werteverfall der Großstadt haben dieses Viertel nie erreicht.

Welch ein Gegensatz zu manchen der online abgegebenen Kommentare!
Pietätlos, gefühllos, rücksichtslos und leider viel zu spät aus den Online-Bereichen der Tageszeitungen entfernt! Geschrieben von Personen, für die der Tod eines Menschen nicht mehr ist als eine weitere der zahllosen täglichen Meldung im Internet.
Gelesen. Kommentiert. Vergessen.

Wir wissen wer Karl Dankert wirklich war und tragen ihn auch weiterhin in unseren Herzen.

Vor 5 Jahren haben wir uns dann aus den Augen verloren, aber nie aus den Herzen. Bei ihm stand damals die Geburt seines ersten Kindes an, bei uns ein Umzug in eine andere Gegend. Wir konnten seine Freuden nachempfinden und verstanden natürlich auch, dass anderes dann zurückstehen muss. Schließlich konnten wir uns noch gut erinnern, unsere eigenen Kinder waren auch erst sechs und neun Jahre alt.

Dies war das letzte Mal, dass wir miteinander sprachen. Unsere Freude und Aufregung angesichts der bevorstehenden Geburt seines Kindes waren fast ebenso groß wie seine.
"Servus machs Guad, halt die Ohren steif, wir höre´n uns ... „ – für viel mehr blieb bei all der Aufregung kaum Zeit.

Wie war der "Kalle"? Im Herzen immer ein Kind geblieben, gebeutelt durch zahlreiche Schicksalsschläge, immer ein Stehaufmännchen, eine ehrliche, fröhliche, glückliche Haut, ein echter Kumpel, a Spez´l, den man vom ersten Augenblick an ins Herz schließt. Nie aufgeben, sich nicht unterkriegen lassen, immer nach vorne schauen und weiter kämpfen bis zum Schluss, das war sein Lebensmotto.

Wir sind dankbar, dass wir Dich kennen lernen durften, dankbar für all die Freundschaft und Wärme, die wir durch Dich erfahren durften.

Welche tröstenden Worte lassen sich finden für eine hochschwangere Frau, die Ihren Mann auf so unfassbar tragische Weise verlor? Eine Frau, die um das Leben Ihres zweijährigen Kindes bangend hilflos zusehen musste, wie der Vater bei seinem selbstlosen Rettungsversuch selbst sein Leben verliert? Wir finden keine passenden Worte.
Gibt es sie überhaupt?

Aber zumindest können wir nachempfinden welche Folgen es haben muss, als selbständiger Unternehmer mit einem inhabergeführten Geschäft seinen Ehepartner und damit auch die Existenz zu verlieren. Wir wissen nicht, ob wir die Kraft dazu hätte, all dies durchzustehen.

Für alle, die Ihr Herz wie Kalle noch am richtigen Fleck haben und bislang keine Möglichkeit hatten, sich direkt an den bereits zahlreich gestarteten Sammelaktionen der Familie, der Freunde, der Nachbarn und umliegenden Geschäften zu beteiligen, ist bei der Hypo Vereinsbank ein

Empfänger: Fabricia Dankert
Spendenkonto Karl Dankert

Kt-Nr. 668322549
BLZ 700 202 70

eingerichtet worden.

Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung!
Sie können sicher sein, das Richtige zu tun! Karl Dankerts Leben und auch die tragischen Umstände seines Todes sind eine klare Richtschnur für jeden, der in seinem Sinne handeln möchte: Seine Familie war stets das Wichtigste in seinem Leben. Ihr in dieser schweren Zeit hilfreich zur Seite zu stehen ist der größte Dienst, den Sie dem Verstorbenen erweisen können.

Unser Dank gilt auch all den Helfern, die selbst ohne zu zögern ihr Leben riskierten, um ein anderes Leben zu retten. Dank gilt auch dem Bestattungsunternehmen Denk für den Verzicht auf die Bestattungskosten und sein Bemühen, bei OB Ude einen Erlass der amtlichen Bestattungskosten zu erwirken.

Wir werden all unsere Geschäftskontakte, all unser Wissen und unsere Möglichkeiten nutzen, um den Hinterbliebenen wenigsten einen Teil der aktuellen und zukünftigen finanziellen Last abzunehmen.

Tatamee chemee koda (Am Ende steht das ewige Licht und scheint)

Wir wünschten, wir könnten mehr tun!